Zum Film

Projektablauf

Die Klasse 2b der Grund- und Hauptschule Wäldenbronn startete zu Beginn des Schuljahres 2009/2010 mit dem Projekt „Trickfilm“.Zuerst wurde das Vorwissen der Kinder bezüglich der Entstehung eines Trickfilm abgefragt und mit Hilfe des Daumenkinos, des Roll- und Wendebild sowie einer kurzen Computeranimation vertieft. Anschließend wurde den Kindern der Trickfilmwettbewerb vorgestellt, was die Kinder zusätzlich motivierte, einen Trickfilm herzustellen.

Story

Im Fach Deutsch wurde beim freien Schreiben die Aufgabe gestellt, eine Geschichte zu erfinden, die sich für den Trickfilm eignen würde. Aus Zeitgründen trafen die beteiligten Lehrer eine kleine Vorauswahl. Diese Geschichten wurden de nKindern vorgelesen. Die Klasse durfte über die „Wunschgeschichte“ abstimmen. Maja Bruders Geschichte Die Schule überzeugte die ganze Klasse, da die gut umsetzbar ist und das Thema einen starken Bezug zur Lebenswirklichkeit der Kinder herstellt: die Rolle des Außenseiters.

Storyboard

Die Schüler zeichneten Bilder zu den Szenen. Aus Zeitgründen entwickelten die Lehrer aus diesen Bildern das Storyboard, welches gut sichtbar im Klassenzimmer aufgehängt wurde.

Material und Herstellung

Auf Wunsch der Schüler wurde nur mit Naturmaterial gearbeitet. Die Klasse erhielt die Hausaufgabe, Blätter Äste und ander Naturmaterialen mitzubringen. Die Hauptfigur „der Neue“ entstand aus gepressten Blättern, getrockneten Beeren und einer Nudel. Die anderen Figuren wurden mit halben Erdnussschalen dargestellt. Für die Hintergründe verwendeten die Schüler Äste, Blätter, Kies, Würfelzucker, Reis, Mais und Bohnen.

Für die Herstellung der Hintergründe und der Figuren wurden die Schüler in Dreier- und Vierergruppen eingeteilt und einer Szene zugordnet. Die Gruppen zeichneten zuerst einen Plan und begannen anschließend mit der Umsetzung. Dies fand sowohl im MNK-Unterricht als auch in einigen Deutschstunden oder Bewegungsstunden statt.

Animation und Produktion

Das Abfilmen der Szenen sowie die Animation fand unter der Anleitung des Projektsleiters Herr Weinert statt. Die Produktion fand in Dreiergruppen und außerhalb des Klassenverbandes statt. Jedes Kind der Klasse konnte sich mindestens ein- bis zweimal daran beteiligen.

Die Aufnahmen zur akustischen Gestaltung des Trickfilmes fanden sowohl im Klassenverband, als auch in Gruppenarbeit statt. Um der Vertonung eine authentische Wirkung zu verleihen, wurden z.B. auch Pausengeräusche auf dem Schulhof aufgenommen.

Alle Audioaufzeichnungen erfolgten mit dem Zoom H2 und wurden anschließend mit Audacity überarbeitet.

Ziel des Projekts

Bezug zum Bildungsplan

Nach dem Bildungsplan 2004 Baden Württemberg sollen im Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur folgende Kompetenzen erreicht werden:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • Medien herstellen, gestalten und Informationen aus ihnen entnehmen.
  • Erfahrungen mit der Natur in eigene sprachliche, künstlerische und musikalische Gestaltung einbeziehen.
  • Collagen, Montagen und Zufallsverfahren als Prinzipien zum Entzünden fantastischer Ideen und Erfindungen nutzen.
  • Einfache technische Zusammenhänge verstehen.

Mit dem Trickfilmprojekt konnten die obengenannten Kompetenzen angebahnt werden. Da alle Kinder der Klasse sehr gerne Trickfilme anschauen und der Medienkonsum dadurch hoch ist, erhält das Projekt einen wichtigen Stellenwert. Die Faszination der Schülerinnen und Schüler war jederzeit durch die Begeisterung und Motivation an der Weiterarbeit erkennbar. Die Trickfilmproduktion bestärkte die Kinder in ihrer Kreativität, aber auch darin, der Medienwelt kritisch gegenüber zu treten. Zudem trug das Projekt dazu bei, über sich und andere nachzudenken und bestärkte die klasse in ihrem Gemeinschaftsgefühl.

Projektbedingungen:

Der Projektleiter Herr Weinert betreute Klasse bei der Entstehung der Geschichte, sowie bei sämtlichen Trickaufnahmen. Da er keinen Lehrauftrag in der Grundschule hat, wurde das Projekt gemeinsam mit Frau Fuchs, der Klassenlehrerin, durchgeführt.

Zeitraum:

Das Projekt erstreckte sich insgesamt von Anfang Oktober bis Februar. 

  • ca. 15 Schulstunden für die Planung und Herstellung der Figuren und Hintergründe (am 29. Januar beendet).
  • 10 Schulstunden für die Trickfilmaufnahmen
  • 4 Unterrichtsstunden wurden für die Vertonunggsideen und Tonaufnahmen benötigt.

Für die endgültige Fassung mit Bild und Ton können weitere 15 Stunden angerechnet werden. Nicht in Stunden erfasst wurden die vielen Momente in denen sortiert, arrangiert, gestaltet, umgestaltet und ausgewertet wurde. Dies und viel der aufgewendeten Stunden wurden in der Freizeit des Projektleiters erledigt.